Wissenswertes zur Homöopathischen Therapie


Hier möchte ich Ihnen gerne bereits bevor Sie in meine Praxis zu einer homöopathischen Therapie kommen, wichtige Informationen zum Ablauf der Behandlung und auch einige Erklärungen zur Homöopathie geben.


Was heißt Homöopathie?

Das Wort “Homöopathie" ist abgeleitet aus dem Griechischen. “homoios” = ähnlich und “pathos" = Leiden, Krankheit und heißt übersetzt „Das dem Leiden Ähnliche“.
"similia similibus curentur" (Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt).
Experimentell hat Samuel Hahnemann - der Begründer der Homöopathie - herausgefunden, dass jedes Arzneimittel genau die Beschwerden heilt, die es in ähnlicher Form auch erzeugen kann.
Ein Beispiel: Jeder kennt die Wirkung des Zwiebelschneidens auf die Schleimhäute von Nase und Augen. Leidet nun jemand unter einem Heuschnupfen, der sich so äußert, als ob er eine Zwiebel schneiden würde, kann er durch die Einnahme von Allium cepa (die potenzierte Zwiebel) von seinen Beschwerden befreit werden.



Wie lange gibt es schon Homöopathie?

Homöopathie erlebt derzeit einen neuen Aufschwung ist aber nichts Neues. Schon bei Hippokrates (ca. 460 v. Chr.) findet sich in dem Buch "Von den Stellen des Menschen" die folgende Formulierung: "Durch das Ähnliche entsteht die Krankheit und durch Anwendung des Ähnlichen wird die Krankheit geheilt".
Aber erst der deutsche Arzt Samuel Hahnemann (1755-1843), der auch eine anerkannte Autorität in Chemie und Pharmakologie war, hat dieses Ähnlichkeitsprinzip systematisch ausgearbeitet, klinisch erprobt, erfolgreich praktiziert und in dem Buch “Organon der Heilkunst" veröffentlicht.



Homöopathie als Ganzheitstherapie

Die homöopathische Therapie zielt immer auf den ganzen Menschen (als Einheit von Körper, Geist und Seele). Es werden keine einzelnen Organe behandelt sondern immer der ganze Mensch.


Wie verläuft eine homöopathische Therapie?

Das Ziel der Therapie ist es, das Arzneimittel zu finden, welches die gleichen Symptome Ihrer Krankheit hervorrufen kann. Hierfür ist ein genaues Erfragen Ihrer Beschwerden in Form einer ausführlichen Anamnese nötig. Dafür setze ich einen Zeitrahmen von zwei Stunden an. In der Anamnese erzählen Sie mir Ihre Beschwerden. Besonders von Interesse sind zum Beispiel Zeitpunkt des Auftretens, Auslöser und durch was eine Verbesserung oder auch Verschlechterung eintritt. Ein weiterer Aspekt ist auch Ihre Gemütsverfassung: Was brauchen Sie, um sich Wohlzufühlen? In welchen Situationen haben Sie Angst oder Bedenken usw.?


Was sind homöopathische Medikamente?

Zu einem homöopathischen Mittel wird eine Arznei erst durch das Verdünnen und Potenzieren.
Viele Arzneien kommen aus der Natur; hier einige Beispiele:
Pflanzen: z.B. Aconitum - der Sturmhut oder Pulsatilla - die Küchenschelle
Mineralstoffe: z.B. Kalzium, Schwefel, Magnesium
Tierprodukte: z.B. Apis - die Biene oder Sepia - die Tinte des Tintenfisches
Säuren: z.B. Schwefelsäure, Phosphorsäure usw.
Nosoden z.B. Streptokoccinum

Grundsätzlich wird immer nur ein homöopathisches Arzneimittel zu einer Zeit angewendet, denn Arzneimittelkombinationen widersprechen dem Wesen der klassischen Homöopathie, da sie nicht entsprechend der Ähnlichkeitsregel angewendet werden können.
Heute gibt es mehr als 2000 homöopathische Einzelmittel in Tropfen oder Globuliform.
So wie die Therapie auf den Einzelnen individuell abgestimmt ist, ist auch die Dosierung individuell.



Gibt es Risiken und Nebenwirkungen?

Richtig angewendet birgt die Homöopathie nur sehr geringe Risiken. Nebenwirkungen sind allerdings grundsätzlich möglich. Sie können bei zu häufiger und unqualifizierter Verwendung homöopathischer Arzneimittel auftreten. Je besser ein Mittel zum Patienten und seiner Krankheit passt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Patient von allen Wirkungen seines Mittels profitiert.


Was verträgt sich nicht mit homöopathischen Arzneimitteln?

Ätherische Öle wie zum Beispiel Menthol oder Campher dürfen während der Therapie nicht angewendet werden. Diese Stoffe sind in vielen Salben und Inhaltionsölen zur Behandlung von Erkältungskrankheiten enthalten.


Was sind die Grenzen der Homöopathie?

Die Grenzen sind dort, wo die körpereigenen Kräfte zu schwach sind und bei allen Notfällen und Krankheiten, die chirurgisch oder intensiv medizinisch behandelt werden müssen.
Immer dann, wenn ich den Eindruck habe, mit meiner homöopathischen Therapie nicht weiter zu kommen, werde ich Ihnen selbstverständlich eine andere Therapie empfehlen.
Zum Beispiel Antibiotika bei Infekten oder Cortison bei Asthmaanfall.



Wird die Homöopathische Therapie von der Krankenkasse bezahlt?

In meiner Praxis kann ich nur privat abrechnen. Die meisten Privatkassen bezahlen die homöopathische Therapie. Für die Kassenpatienten bietet der DZV (Deutscher Zentralverein homöpathischer Ärzte) eine Liste der privaten Zusatzversicherungen an, die die Therapie bezahlen.


Weitere Informationen

Link zum Internet-Portal des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte (DZVhÄ):

www.welt-der-homoeopathie.de 

www.zeitschrift-homoeopathie.de

 

Literatur:

(1) Organon der Heilkunst
Samuel Hahnemann
Letzte und 6. Ausgabe,
herausgegeben 1923 von Richard Haehl


(2) Homöopathie besser verstehen
Christoph Trapp
Haug Verlag , Stuttgart 2003
ISBN 3-8304-2096-X


(3) Homöopathische Haus- und Notfallapotheke
Herausgeber: DZVhÄ
Verlag Peter Irl, Buchendorf
ISBN 3-933666-02-3